KV Rhein-Sieg

FDP Rhein-Sieg kritisiert Fehlstart bei den Impfungen

Der Start der Impfanmeldung begann am Montag wie befürchtet: Eine pünktlich ab 8 Uhr dauerbesetzte Hotline und ein Server, der schon bei der Registrierung zusammenbrach. Nach kurzer Zeit waren bereits alle Termine vergeben und auf der Webseite wurde man auf einen späteren Temin vertröstet. „Diese Erfahrung ist für die Senioren und deren Familien, die sehnsüchtig auf einen Impftermin warten, eine erneute Enttäuschung. Zumindest das frustrierende Erlebnis bei der Anmeldung hätte man den Menschen ersparen können. Warum wurde die Registrierung auf der Seite nicht schon vor Wochen ermöglicht, die Termine dann anhand des Geburtsjahres und der Verfügbarkeit des Impfstoffes zugeteilt und dann den Senioren per Post mitgeteilt?“ fragt Nicole Westig, Vorsitzende der Freien Demokraten im Rhein-Sieg Kreis und pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion. Generell kritisiert die FDP, dass für die Impfung betagter Menschen, die nicht in Alten- oder Pflegeheimen leben, zu hohe Hürden aufgebaut werden. „Die hoch gefährdeten älteren Senioren, die noch in den eigenen vier Wänden lebten, werden vielfach große Probleme damit bekommen, Impf-Termine zu vereinbaren oder das Impfzentren zu erreichen. Die Betagten werden schlichtweg überfordert und allein gelassen“, erklärt Christian Koch, der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion. Gefragt seien jetzt schnelle und pragmatische Lösungen: So hatet die FDP-Kreistagsfraktion die Einrichtung eines Bedarfsbussystems beantragt, das besonders Senioren im ländlichen Raum die Fahrt zum Impfzentrum erleichtert hätte. „Dafür gab es jedoch leider keine Mehrheit, aber zumindest konnten wir erreichen, dass Senioren den ÖPNV kostenlos nutzen können. Shuttlebusse müssen nun leider von den Kommunen selbst organisiert werden“, bedauert Koch. Zudem müsse nun die Vergabepraxis für künftige Impftermine dringend überarbeitet werden. Arztpraxen sollten schnell wie möglich, also sobald ein geeigneter Impfstoff verfügbar ist, in das Impfkonzept einbezogen werden. Und für pflegebedürftige Senioren, die zuhause betreut werden und nicht mehr mobil sind, sollten mobile Impfteams eingerichtet werden. Die Freien Demokraten appellieren an den Landrat: „Sorgen Sie für Unterstützung und bessere Lösungen, damit jeder ältere Mensch auf möglichst einfache Art und Weise die benötigten Corona-Impfungen erhalten kann. Denn erst der umfassende Schutz der vulnerablen Gruppen gibt unserer Gesellschaft ein Stück Freiheit zurück."

 

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