KV Rhein-Sieg

FDP-Kreistagsfraktion fordert Sondersitzung des Gesundheitsausschusses

Die FDP-Kreistagsfraktion hat die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung des Ausschusses für Inklusion und Gesundheit beantragt. Da die Infektionszahlen nach den Sommerferien sehr schnell angestiegen sind, arbeiten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes seit Wochen wieder am Limit. Hinzu kommt, dass der Kreis nun auch noch die Impfkampagne organisieren muss. „Über diese zahlreichen Herausforderungen wurde seit der Wahl in keinem politischen Gremium diskutiert, die letzte Sitzung des Ausschusses für Inklusion und Gesundheit fand im Januar statt. Auch bei der Sitzung des Kreistages am 1. Dezember spielte das Thema Bewältigung der Pandemie keine Rolle“, kritisiert Gudrun Brönstrup, die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, die der Verwaltung zahlreiche Fragen z.B. zum derzeitigen und geplanten Personalbestand im Gesundheitsamt, zur Zahl der Intensivbetten und zum Einsatz digitaler Systeme bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen vorgelegt hat.  „Experten hatten bereits im Sommer vor dem Anstieg der Infektionszahlen im Herbst gewarnt. Dennoch wurde die Unterstützung der Bundeswehr erst im November beantragt, ein Online-Formular zur digitalen Erfassung der Kontaktpersonen von Infizierten ist erst seit kurzem verfügbar. Warum hat der Kreis hier nicht früher agiert?“ so Brönstrup. Besonders wichtig sei der Schutz der Menschen in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen sowie des Personals im Gesundheitswesen. Deshalb möchten die Freien Demokraten wissen, ob es für Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Seniorenwohnheime eine einheitliche Strategie zur Verhinderung von Ausbrüchen gibt oder ob jede Einrichtung dies selbst regeln muss. „Die Weihnachtszeit wird für alle eine große Herausforderung und ich hoffe, dass es nach den Feiertagen nicht zu einer dritten Welle kommt. Hier sind alle gefordert, damit sich einerseits die Ansteckungen im Rahmen halten und andererseits die Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsämter auf einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen vorbereitet sind“, fordert Brönstrup.