Brücken-Sperrung wird Thema im Katastrophenausschuss
Die FDP-Kreistagsfraktion hat einen Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des Ausschusses für Rettungswesen, Katastrophenschutz und Gesundheit am 15. Juni 2026 gestellt. Dabei geht es um die Auswirkungen der Nordbrücken-Sperrung auf die Einsatzfähigkeit von Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz.
„Die Sperrung der Nordbrücke ist eine massive Beeinträchtigung der zentralen Ost-West-Verbindung im Kreis. Die Folgen für die Gefahrenabwehr sind erheblich und genau deshalb brauchen wir jetzt eine transparente und nachvollziehbare Darstellung im zuständigen Fachausschuss. Eine bloße Kenntnisnahme reicht hier nicht aus“, erklärt Laurenz Kreuser für die FDP-Fraktion.
Nach Einschätzung der Liberalen ist bislang nicht ausreichend öffentlich aufgearbeitet worden, welche Tragweite die Brückensperrung für die Einsatzfähigkeit der Rettungskräfte tatsächlich hat. Mit dem Antrag soll der Ausschuss daher eine fundierte Bewertung vornehmen.
Konkret will die FDP-Fraktion unter anderem wissen:
– Wie haben sich die realen Anfahrts- und Hilfsfristen seit der Sperrung entwickelt?
– Welche Einsatzgebiete sind besonders betroffen?
– Welche kurzfristigen Maßnahmen wurden bislang tatsächlich umgesetzt und wie wirksam sind sie, gemessen an den gesetzlichen Hilfsfristen nach dem RettG NRW?
– Wo bestehen weiterhin Risiken für eine verlässliche Gefahrenabwehr, und welche weiteren Maßnahmen sind geplant?
– Sind Sonderregelungen für Einsatzfahrzeuge auf der Brücke gemäß §§ 35 und 38 StVO vorgesehen?
Die FDP-Fraktion erwartet von der Kreisverwaltung eine klare Stellungnahme, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen oder ob weiterer Handlungsbedarf besteht. „Angesichts der unmittelbaren Bedeutung für die Sicherheit der Bevölkerung muss sich der Ausschuss kurzfristig und vertieft mit dem Thema befassen. Dafür haben wir die Feststellung der Dringlichkeit beantragt“, so Kreuser abschließend.